Was kostet schon Bildung?

Ich bin der Meinung, dass erfolgreiche Bildung für junge Menschen nicht vom sozialen Status oder dem Einkommen der Eltern abhängig sein darf!

Kinder aus unteren sozialen Schichten haben es in Niedersachsen vergleichsweise schwer, ein Gymnasium zu besuchen. Laut einer aktuellen Studie der Bertelsmann-Stiftung lag die Chance eines Kindes aus oberen Sozialschichten, das Gymnasium zu besuchen, 5,8 Mal höher als die eines Kindes aus unteren Sozialschichten. Damit belegt Niedersachsen im bundesweiten Vergleich einen traurigen hinteren Platz.

Der Staat muss sorgen, dass alle den gleichen Zugang zu Bildung haben. Bessere Bildung verlangt nicht nur; aber auch höhere Ausgaben für die Bildung. Diese Bildungsausgaben haben als Investition in die Menschen Priorität, denn es geht um die Zukunftschancen junger Menschen.

Von 100 Kindern, deren Eltern einen Hochschulabschluss haben, studieren 77. Von 100 Kindern, deren Eltern einen Hauptschulabschluss haben, studieren hingegen nur 13. Besonders bitter ist, dass selbst Arbeiterkinder, die eine Studienberechtigung erworben haben, oft vor einem Studium zurückschrecken. Studiengebühren bedeuteten eine zusätzliche Hürde für diese jungen Menschen. Diese Hürde ist in Niedersachsen, dank der Rot-Grünen Landesregierung endlich abgeschafft worden.

Auch auf die Ausbildungsfähigkeit der jungen Menschen, die eine Schule verlassen, muss ein Schwerpunkt besserer Bildungspolitik gelegt werden. Schule und Betriebe arbeiten schon jetzt hervorragend zusammen, dass muss weiter ausgebaut und intensiviert werden. Die oft nur schwer zu überwindende Trennung zwischen Schule und Beruf muss fallen. Die Betreuung und Vorbereitung der jungen Menschen, schon an den Schulen und über den Ausbildungseintritt hinaus, muss selbstverständlich werden.

Wir dürfen keinen jungen Menschen zurücklassen.

 

Logisch Logemann, unsere Kraft vor Ort und in Hannover!